Erfolgreiche Frühlingsfahrt nach Bosnien und Montenegro
Vom 20. bis 27. März 2026 waren wir wieder auf unserer Frühlingsfahrt Richtung Balkan unterwegs. Mit dabei waren drei Camper mit Cornelia, Dagmar sowie Bernd und Marianne. Wie immer waren die Fahrzeuge bis unters Dach gefüllt mit Spenden: Hundefutter, Handtücher, Materialien, Hundeboxen und viele weitere Dinge, die vor Ort dringend benötigt werden.
Cornelia wählte die direkte Route nach Nikšić in Montenegro. Bernd, Marianne und Dagmar fuhren zunächst nach St. Michael ob Bleiburg in Kärnten, kurz vor der slowenischen Grenze. Dort trafen wir Elke und Josef Krojnik. Die beiden betreiben einen Hundeverein mit eigenem Gelände, und Elke arbeitet als Hundetrainerin.
Wir schauten uns das Gelände an, da wir es künftig als Übernachtungsmöglichkeit für unsere Rückfahrten nach Deutschland nutzen möchten. Elke und Josef werden dafür einen Bereich mit einem hohen, ausbruchssicheren Zaun vorbereiten. So können wir künftig mit unseren geretteten Hunden sicher einen Zwischenstopp einlegen, statt die lange Strecke immer nonstop fahren zu müssen.
Am Samstag ging es weiter nach Zenica in Bosnien zum Gnadenhof von Amer Beganovic. Wir hatten viele Spenden dabei, unter anderem einen Schubkarren, einen Sackkarren, eine Kettensäge und natürlich große Mengen Hundefutter. Vor Ort besprachen wir auch unsere geplante Aktionswoche Mitte Mai. In dieser Woche wollen wir eine Dachkonstruktion mit vielen Hundehütten bauen und zusätzlich einige Reparaturarbeiten auf dem Gelände durchführen.
Am Sonntagnachmittag führte unsere Reise weiter durch Bosnien über Sarajevo in Richtung Montenegro. Die Fahrt entwickelte sich teilweise zu einem kleinen Abenteuer: Eine Straße war gesperrt, sodass wir über Waldwege ausweichen mussten. Über eine Stunde dauerte diese ungeplante Strecke, bevor wir schließlich im Norden Montenegros an der Grenze bei der Tara-Schlucht ankamen und weiter bis nach Pošćenje fuhren.
Am Abend erreichten wir unser Ziel und trafen uns mit Kirsi Hyvärinen, einer engagierten Aktivistin, die uns unterstützt. Sie hatte über den Winter mehrere Welpen versorgt und großgezogen. Wir helfen ihr dabei, für einige dieser Hunde ein Zuhause zu finden.
Am Montag ging es vom Norden Montenegros weiter nach Spuž in Richtung Süden. Dort besuchten wir Daliborka, eine sehr engagierte Tierschützerin. Seit Ende 2025 unterstützen wir ihre Arbeit intensiver. Auch sie erhielt von uns eine große Menge Hundefutter und weitere wichtige Spenden.
Am Abend fuhren wir weiter zu unserer Auffangstation in Nikšić. Den Tag ließen wir mit einem gemütlichen Abendessen in unserem Stammlokal Vidikovac ausklingen.
Der Dienstag stand im Zeichen eines besonderen Termins: Bernd fuhr gemeinsam mit unserer Tierärztin Saška und Vertretern der Stadt Nikšić in die Hauptstadt Podgorica. Im Europe House fand eine Veranstaltung zum Thema „Animal Welfare“ statt, an der Minister, Direktoren, EU-Delegierte und weitere Vertreter teilnahmen. Bernd stellte dort unseren Verein, unsere Projekte und unsere Anliegen in einem Vortrag vor.
Am Mittwoch wurde auch praktisch gearbeitet: Bernd baute gemeinsam mit Klaus, er hat die Hündin Amy von uns adoptiert und besuchte uns in Nikšić, sowie Marco den Zaun rund um unsere Quarantänestation fertig. Marco hatte zuvor mehrere Wochen gemeinsam mit Steffi auf unserer Auffangstation geholfen und Srdjan tatkräftig unterstützt. Nun fehlen nur noch die Eingangstore.
Am Donnerstagmorgen um 7 Uhr traten wir schließlich die Rückreise nach Deutschland an. Insgesamt 12 Hunde fuhren in den drei Campern mit. Doch der Winter meldete sich noch einmal zurück: Ab Kroatien überraschte uns ein starker Wintereinbruch. Die Fahrt wurde dadurch extrem anstrengend.
Nach 24 Stunden Reise erreichten Cornelia, Dagmar, Marianne und Bernd schließlich am Freitagmorgen um 7 Uhr wieder Amtzell,mit vielen Eindrücken, neuen Plänen und zwölf Hunden, die nun eine neue Chance auf ein besseres Leben bekommen.