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Eine Woche voller Herz, Tatkraft und Tierliebe - unsere Aktionswoche in Montenegro

Der Start unserer Reise – drei Camper voller Spenden

Am Freitagabend machten sich drei Camper mit Marianne und Bernd, Christiane, die zum ersten Mal dabei war, sowie Cornelia und Konny auf den Weg Richtung Montenegro. Unser erstes Ziel lag allerdings noch in Kroatien: ein Shelter in der Nähe von Slavonski Brod, südöstlich von Zagreb und unweit der bosnischen Grenze. Wir fuhren bis in die frühen Morgenstunden, um am Samstagvormittag die vielen mitgebrachten Spenden abzuliefern und uns vor Ort ein Bild von der Anlage zu machen. Es entstanden gute und offene Gespräche, bevor wir unsere Reise nach Montenegro fortsetzten. Auch auf dem weiteren Weg wurde es nicht langweilig – unter anderem sorgten Esel auf der Fahrbahn für unerwartete Hindernisse. Schließlich erreichten wir Montenegro und fuhren zunächst zu Daliborka, denn unsere Camper waren noch immer gut mit Spenden beladen. Dort wurden wir auch von Lea und Nina herzlich begrüßt. Die beiden waren mit dem Flugzeug angereist, um unsere Aktionswoche zu unterstützen. Bei einem gemeinsamen Abendessen konnten wir erst einmal ankommen, uns austauschen und auf die bevorstehenden Tage einstimmen.

Unser Basislager in Vir bei Nikšić

Anschließend ging es zu unserem Basislager bei Ratko in Vir, in der Nähe von Nikšić. Dort wartete bereits Christian, der ebenfalls zum ersten Mal an unserer Aktionswoche teilnahm. Er war schon seit einigen Wochen mit seinem Camper unterwegs und hatte seine Reise extra so geplant, dass er uns während unserer gemeinsamen Aktion unterstützen konnte. Am Sonntag richteten wir unser Lager ein: Pavillon, Tische und Stühle wurden aufgebaut, Lebensmittel und Getränke im kleinen Häuschen verstaut. Schnell entstand ein gemütlicher Treffpunkt, an dem wir die ganze Woche gemeinsam frühstückten, aßen, Pläne schmiedeten und den Tag ausklingen ließen. Am Montag kamen schließlich auch Lene und Jonas aus Dresden dazu. Unser Team war komplett – und es konnte richtig losgehen!

Räumung unserer Auffangstation bei Srdjan

Eine unserer größeren Aufgaben war die Räumung der Auffangstation bei Srdjan in Nikšić. Wohnwagen, ein Auto, Elektrogeräte und Zaunelemente mussten abgebaut, verladen und zu Saska beziehungsweise Daliborka gebracht werden. Hier war Teamarbeit gefragt: Gemeinsam packten wir an, organisierten den Transport und sorgten dafür, dass die vorhandenen Materialien weiter genutzt werden können. Solche Einsätze sind zwar anstrengend, aber sie zeigen, wie viel sich mit vielen helfenden Händen erreichen lässt. Ihr fragt euch, warum wir die Auffangstation bei Srdjan aufgeben? Dann schaut gerne unter unseren aktuellen News.

Besuch bei unserer Tierärztin Saska

Auch die Tierklinik Family Vet von Saska stand auf unserem Programm. Wir schauten nach den Tieren und kümmerten uns um die Vorbereitungen der Ausreisepapiere für die Hunde, die bald ihre Reise in ein neues Leben antreten sollten. Dort trafen wir außerdem die Veterinärinspektorin Slavica. Der persönliche Austausch ist für unsere Arbeit besonders wertvoll, denn nachhaltiger Tierschutz lebt von Zusammenarbeit, Vertrauen und guten Absprachen.

Zeit für die Hunde bei Daliborka

Bei unseren Besuchen bei Daliborka stand natürlich auch das im Mittelpunkt, worum es uns bei allem Einsatz geht: die Tiere. Wir gingen mit einigen Hunden spazieren, fotografierten sie, schenkten ihnen Aufmerksamkeit und nutzten jede Gelegenheit zum Kuscheln. Zwischen all den organisatorischen Aufgaben waren diese Momente besonders schön. Gleichzeitig führten wir viele Gespräche über die Situation vor Ort, die Bedürfnisse der Tiere und mögliche weitere Unterstützung.

Hilfe für die Hunde am Camp Krupac Lake

Eine weitere wichtige Station war das Camp am Krupac-See. Dort lebt eine Hündin mit drei kleinen Welpen sowie eine zweite Hündin mit einem bereits größeren Welpen. Wir brachten Futter und Näpfe mit. Besonders schön ist, dass Danilo, der Eigentümer des Camps, sich um die Hunde kümmert und sie versorgt. Um die Tiere zusätzlich zu unterstützen, kauften wir eine große Hundehütte und stellten sie direkt vor Ort auf. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an Christiane, die die Hundehütte gesponsert. Damit haben die Hunde einen geschützten Rückzugsort und einen besseren Schutz vor den Witterungsbedingungen. Es sind solche konkreten Maßnahmen, die im Alltag einen echten Unterschied machen können.

Gastfreundschaft, Austausch und gemeinsames Essen

Unsere Aktionswoche bestand nicht nur aus Arbeit und Organisation. Sie war auch geprägt von einer außergewöhnlichen Gastfreundschaft, die uns immer wieder berührt hat. Wir wurden von Ratkos Eltern zum Essen eingeladen und durften auch bei Slavica einen wunderbaren Abend verbringen. Lea, Nina, Cornelia und Konny übernachteten während der Woche bei ihr und erlebten so die herzliche Atmosphäre besonders intensiv. Überall begegneten uns offene Türen, liebevoll zubereitete Mahlzeiten und Menschen, die sich Zeit für uns nahmen. Bei gutem Essen und langen Gesprächen konnten wir unsere Erfahrungen teilen, neue Ideen entwickeln und einfach gemeinsam schöne Stunden verbringen.

Austausch im Tourist Center Vučje

Ein besonderes Treffen führte uns zum Tourist Center Vučje nördlich von Nikšić. Dort lebt Andja, die sich ebenfalls im Tierschutz engagiert. Gemeinsam mit Daliborka, Saska, Slavica und Kirsi kamen wir zu einer Gesprächsrunde zusammen. Wir tauschten uns über offene Fragen, die Herausforderungen des Tierschutzes in Montenegro und unsere bisherigen sowie zukünftigen Aktionen aus. Solche Gespräche sind wichtig, um unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen, Probleme gemeinsam anzugehen und neue Ansätze zu entwickeln. Begleitet wurde unser Treffen von einem großartigen Essen, das den Austausch in angenehmer Atmosphäre abrundete.

Die Rückfahrt mit 17 Hunden und zwei Katzen

Am Samstag gegen Mittag begann schließlich unsere Rückreise. Mit an Bord waren 17 Hunde und zwei Katzen, die sich auf den Weg in einen neuen Lebensabschnitt machten. Wir fuhren die Strecke durch und erreichten Amtzell am Sonntag gegen 10 Uhr. Dort warteten Dani, Nadja und Dominik bereits auf uns. Sie halfen beim Ausladen und bei der Versorgung der Tiere, sodass sich alle erst einmal von der langen Fahrt erholen konnten. Und dann ging es für viele unserer Schützlinge schon weiter: Bis Sonntagabend durften zahlreiche Hunde bereits in ihr neues Zuhause oder auf ihre Pflegestellen ziehen. Hinter jedem dieser Tiere liegt eine eigene Geschichte. Umso schöner ist es, wenn eine lange Reise, viel Organisation und die Arbeit vieler engagierter Menschen dazu beitragen, dass ein neuer Abschnitt voller Sicherheit und Geborgenheit beginnen kann.

Danke für eine unvergessliche Aktionswoche!

Wenn wir auf die Tage in Montenegro zurückblicken, denken wir an viele Stunden körperlicher Arbeit, an voll beladene Camper, an spontane Planänderungen und an die vielen Aufgaben, die wir gemeinsam bewältigt haben. Vor allem aber erinnern wir uns an die Menschen, die uns mit offenen Armen empfangen haben. An das gemeinsame Essen, die intensiven Gespräche, das Lachen, die Begegnungen mit den Tieren und die kleinen Momente, die eine solche Woche so besonders machen. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diese Aktionswoche möglich gemacht haben: unserem gesamten Team, unseren Partnern und Unterstützern vor Ort sowie allen Menschen, die sich tagtäglich für die Tiere in Montenegro einsetzen. Ein besonderer Dank geht auch an alle Spenderinnen und Spender, deren Unterstützung es ermöglicht, dringend benötigte Sachspenden, Futter und Unterkünfte bereitzustellen und Tieren den Weg in ein neues Zuhause zu erleichtern.