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Besuch unserer Tieraktivisten in Montenegro - mit einem Hauch Kultur

Nach einer arbeitsreichen Woche in Bosnien stand vom 20. bis 24. Mai 2026 der Besuch unserer langjährigen Tierschutzpartner in Montenegro auf dem Programm. Neben zahlreichen Gesprächen, der Übergabe von Spenden und der Vorbereitung der nächsten Hundeausreise blieb auch etwas Zeit, die beeindruckende Landschaft und Kultur des Landes zu genießen.

Marianne und Dirk machten sich bereits am frühen Mittwochmorgen auf den weiten Weg nach Nikšić. Bernd, Sabi und Tom reisten mit ihren Campern direkt von Bosnien über die montenegrinische Nordgrenze an. Die Fahrt führte durch eine beeindruckende Naturlandschaft, darunter die berühmte Tara-Schlucht, eine der tiefsten Schluchten Europas.

Treffpunkt war unser kleiner, gemütlicher Stellplatz bei Ratko in der Nähe unserer Auffangstation in Vir bei Nikšić. Gegen 23 Uhr waren schließlich alle angekommen. Nach einem langen Reisetag ließ man den Abend noch gemeinsam bei einigen Getränken ausklingen.

Der Donnerstag begann mit einem Besuch der Free Zone. Dort wurden zahlreiche Sachspenden übergeben. Leiterin Gorica erhielt unter anderem ein Blasrohr, das künftig dabei helfen soll, besonders scheue Hunde sicher einzufangen. Gleichzeitig wurden die Hunde ausgewählt, die im Juli die Reise nach Deutschland antreten dürfen.

Anschließend ging es weiter nach Spuž zu unserer Tierschützerin Daliborka. Auch hier wurden zahlreiche Spenden überreicht. Besonders beeindruckend war der neu ausgebaute Anbau, den Daliborka und ihr Mann in den vergangenen Monaten geschaffen haben. Zwei Zimmer, ein Badezimmer, eine Küche und ein Aufenthaltsraum bieten künftig freiwilligen Helfern eine hervorragende Unterkunft während ihrer Einsätze vor Ort. Wie immer wurden wir von Daliborka herzlich empfangen und hervorragend bekocht. Ihre Gastfreundschaft ist jedes Mal etwas ganz Besonderes.

Auf dem Rückweg stand noch ein kultureller Höhepunkt auf dem Programm: der Besuch des berühmten Klosters Ostrog. Kurz vor dem Ziel war die Zufahrtsstraße für größere Fahrzeuge gesperrt. Der Parkplatzwächter erkannte unseren Vorstand Bernd jedoch sofort wieder und bot uns kurzerhand seinen alten Golf an, damit wir die letzten Kilometer zum Kloster zurücklegen konnten (er arbeitet auch in der Free Zone in Nikšić). Der Besuch des Klosters bei sonnigem Wetter und in der ruhigen Abendstimmung war ein besonderes Erlebnis.

Am Abend ging es weiter zu Srdjan und unserer Auffangstation. Auch dort wurden Spenden übergeben, die Hunde besucht und wichtige Gespräche über die weitere Zusammenarbeit geführt.

Der Freitag stand bereits ganz im Zeichen der bevorstehenden Heimreise. Zunächst besuchten wir unsere Tierärztin Saska in ihrer Praxis in Nikšić, wo die notwendigen Ausreisepapiere vorbereitet wurden. Anschließend ging es erneut zu unserer Auffangstation bei Srdjan. Für die Vermittlungen mussten zahlreiche aktuelle Fotos der Hunde angefertigt werden. Besonders bewegend war die Geschichte eines neu aufgenommenen Jagdhundes, der schwer verletzt aufgefunden wurde und nun auf unserer Station versorgt und aufgepäppelt wird.

Am Abend trafen wir uns noch einmal bei Daliborka. Dort kamen auch Anette und Thomas hinzu, ein deutsches Ehepaar, das viele Monate im Jahr in Montenegro verbringt und unsere Tierschutzarbeit tatkräftig unterstützt. Bei einem weiteren ausgezeichneten Abendessen wurden Erfahrungen ausgetauscht und zukünftige Projekte besprochen.

Am Samstag begann schließlich die Heimreise. Zunächst wurden sieben Hunde bei Daliborka eingeladen. Danach führte die Route zu Tierärztin Saska, wo ein weiterer Hund dazukam. Zum Abschluss wurden bei Srdjan die letzten beiden Hunde übernommen.

Mit insgesamt zehn Hunden an Bord machten wir uns auf die lange Fahrt Richtung Deutschland. Am späten Abend erreichten wir unsere neue Übernachtungsstation in St. Michael ob Bleiburg in Kärnten. Dort konnten die Hunde sicher aus den Fahrzeugen gelassen werden, während Fahrer und Begleiter eine wohlverdiente Pause einlegten. Rund zwei Drittel der Gesamtstrecke waren damit geschafft.

Am Sonntagmorgen ging es auf die letzte Etappe. Nach weiteren sechs Stunden erreichten wir das Allgäu. Sabi und Tom setzten ihre Reise direkt Richtung Wiener Neustadt fort.

Alle zehn Hunde haben die Reise wohlbehalten überstanden und sind sicher in ihren neuen Lebensabschnitt gestartet.