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Arbeitswoche auf dem Gnadenhof von Amer

Eine arbeitsreiche und zugleich schöne Woche liegt hinter unserem Team. Ziel war es, auf dem Gnadenhof von Amer oberhalb von Zenica drei große Unterstände für die Hunde zu errichten, die gleichzeitig als Lagerraum für Heu genutzt werden können.

Aus allen Himmelsrichtungen trafen die Helfer ein: Tom und Sabi aus Wiener Neustadt in Österreich, Klaus aus dem Süden Ungarns und Bernd aus dem Allgäu. Einige Tage später stießen auch noch Gabriela und Alex aus München dazu.

Mit an Bord hatten wir nicht nur dringend benötigtes Hundefutter, sondern auch zahlreiche Sachspenden unserer anonymen Spenderin. Darunter befanden sich unter anderem eine Photovoltaikanlage, ein Notstromaggregat, eine Wasserpumpe, verschiedene Werkzeuge, Haushaltswaren und weitere nützliche Geräte. Zusätzlich brachte jeder Teilnehmer eigenes Werkzeug für die Arbeitswoche mit.

Der Gnadenhof liegt auf knapp 1.000 Metern Seehöhe oberhalb von Zenica. Der Weg von der Straße bis zum Hof ist steil und anspruchsvoll. Sämtliche Baumaterialien sowie die mitgebrachten Spenden mussten mühsam den Hang hinauf transportiert werden.

Bereits im Vorfeld konnten wir die Dachkonstruktion einer ehemaligen Marderfarm erwerben. Das restliche Baumaterial wie OSB-Platten, Schrauben und weiteres Zubehör wurde direkt vor Ort in Zenica eingekauft.

Am Donnerstag erreichte Klaus als Erster mit seinem Camper den Hof. Kurz darauf traf Bernd ein, und am Abend kamen auch Tom und Sabi an. Gemeinsam wurden die Spenden ausgeladen und auf das Gelände gebracht.

Übernachtet wurde während der Woche auf dem Berg Smetovi oberhalb von Zenica. Dort fanden wir einen schönen Stellplatz mit herrlicher Aussicht sowie ein gemütliches Restaurant für Frühstück und Abendessen.

Der erste Unterstand konnte am Freitag bei bestem Wetter erfolgreich errichtet werden. Danach machte uns das Wetter jedoch einen Strich durch die Rechnung: Von Samstagmorgen bis Sonntagmittag regnete es nahezu ununterbrochen. Die meiste Zeit verbrachten die vier Helfer in ihren Campern und warteten auf bessere Bedingungen.

Am Sonntagmittag ging die Arbeit unter erschwerten Bedingungen weiter. Tiefer Matsch, rutschiger Untergrund und Nässe überall machten die Arbeiten anstrengend und verlangten allen Beteiligten einiges ab.

Am Sonntagabend wurde das Team durch Gabriela und Alex verstärkt. Mit vereinten Kräften ging es am Montag und Dienstag mit Volldampf weiter. Die beiden verbleibenden Unterstände wurden fertiggestellt. Zusätzlich erhielt eine große Hundehütte ein neues Dach, das Gelände wurde aufgeräumt und angesammelter Müll gesammelt und entsorgt.

Am Ende der Woche war das Ziel erreicht: Alle drei Unterstände konnten erfolgreich fertiggestellt werden.

Neben der Arbeit blieb auch Zeit für viele Gespräche, gemeinsame Spaziergänge, gemütliche Abende und jede Menge Spaß. Gleichzeitig wurden mit Amer weitere wichtige Maßnahmen für die Zukunft des Gnadenhofs besprochen. Ein Schwerpunkt dabei ist die Kastration sämtlicher Hunde auf dem Gelände.

Am Mittwoch hieß es schließlich Abschied nehmen. Gabriela trat die Heimreise nach München an, Klaus fuhr zurück nach Ungarn und Alex hatte noch einen Termin in Sarajewo. Tom, Sabi und Bernd machten sich direkt auf den Weg nach Montenegro, wo bereits die nächsten Aufgaben warteten.

Eine intensive Woche mit viel Einsatz, großartigem Teamgeist und einem sichtbaren Ergebnis für die Hunde vor Ort.